MÄLZEREI

Die Schweizer Mälzerei ist eine neue Gewerbehalle in Wildegg.
Die Planung begann im August 2020, die Halle wurde rund ein Jahr später fertiggestellt.
Das Gebäude hat die Form eines Rechtecks mit den Abmessungen 42 x 23 m und einer Höhe von 9 m. Diese Abmessungen wurden auf die in der Produktion eingesetzten Maschinen abgestimmt. Im Inneren sind lediglich der Brennerraum und eine kleine Garderobe/Toilette von der Produktions- und Lagerhalle getrennt.
Der Bauherr wünschte sich von Anfang an, diese Halle aus regionalem Holz zu bauen. Daher wurden Tragwerk, Dach und Fassadenverkleidung aus 280 m³ Fichtenholz gefertigt, das aus dem Wald der 7 km entfernten Nachbargemeinde Lenzburg geschlagen und von lokalen Unternehmen verarbeitet wurde. Auch ein Anteil „käferbefallenen Holzes“ wurde beim Bau verwendet. Die Konstruktion ist eine Skelettkonstruktion mit vorgefertigten Wandelementen, deren Verkleidung vor Ort montiert wurde.
Zum Schutz der Fassade wurde vollständig auf Chemikalien verzichtet, da die Lamellen lediglich oberflächlich verkohlt und mit Öl stabilisiert wurden. Diese Technik stammt ursprünglich aus Japan (Shou Sugi Ban). Die Lamellen sind zudem in einem Fischgrätenmuster angeordnet, das an die Anordnung der Körner auf den Ähren der Gerste erinnert, die in dieser Halle zu Malz verarbeitet wird. Optisch unterteilt das Fischgrätenmuster die grossen Fassadenflächen je nach Lichteinfall in ständig wechselnde helle und dunkle Bereiche.
Als erste grosse industrielle Mälzerei der Schweiz sollte der Innenraum für Passanten einsehbar sein. So entstanden die grossen Fenster, die sich in das Fassadenmuster einfügen.
Auftraggeber
Projektpartner
Links
2021-2022
Vorprojekt bis Ausführungsplanung
Jahr
Leistung
Verortung
Wildegg
CN Partners, Lenzburg
Schäfer Holzbautechnik, Dottikon























