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PYROLYSE

Die Verarbeitung von Holz zu Kohle – Pyrolysieren - war Grundlage zur Produktion von Eisen, was u. a. einen Bevölkerungsboom in den nördlichen, kälteren Gebieten Europas bewirkte.
Heute kann Pflanzenkohle, mit dem den Pyrolyseprozess begleitenden Energieüberschuss und durch das langzeitige Binden von Kohle in Beton oder Ackerböden, zur Reduzierung des CO2s in der Atmosphäre beitragen.
Und obwohl die in dieser neuen Pyrolyseanlage genutzten Meiler keine Erdhaufen im Wald sind, sondern vollautomatisierte Stahlzylinder, soll das Gebäude an die bescheidene Herkunft der Kohleherstellung erinnern, welche jedoch auch zum heutigen Klimaproblem beigetragen hat.
Aus Brand- und Lärmschutzgründen besteht das Gebäude hauptsächlich aus Beton. Das Besondere an diesem Beton (www.klark.swiss) ist die Beimischung von Pflanzenkohle in einer Menge, die das bei der Betonherstellung entstandene CO2 kompensiert.
Die Grossform der Anlage sind zwei oben offene Quader, primitive - aus Betonscheiben geformte - Einfriedungen. Einer enthält den Rohstoffbunker und darüber die Büros, der zweite die Kohlenmeiler und die Stromturbine.
Die Holzdächer, welche nach den Wänden kommen mussten, um das Einbringen grosser Anlageteile von oben zu ermöglichen, sind hinter diesen Wandscheiben versenkt und von aussen unsichtbar. Einzelne benachbarte Wandscheiben wurden als Hinweis auf eine unvollkommene Nutzarchitektur in deren Höhen voneinander entkoppelt. Das Alleinstehen einzelner Wände wurde durch Einschnitte bei den Anschlüssen akzentuiert.
Einzig die Sichtbetonscheiben der Büros wurden mit Brettschalung im Fischgratmuster der benachbarten, verkohlten Mälzereiholzfassade veredelt.
Das Gebäude wurde so in die Parzelle organisiert, dass in Zukunft im Westen eine Erweiterung der Anlage möglich ist.

Auftraggeber

Projektpartner

Links

2023-2025

Vorprojekt bis Ausführungsplanung

Jahr

Leistung

Verortung

Wildegg

CN Partners, Lenzburg

Bau AG Möriken

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